Fanzone

Enrique in Hamburg
von Susanne Giersch
Berlin 14.30 Uhr: Es geht los.
Wir machen uns auf den Weg nach Hamburg, zum 1. Konzert von Enrique in
Deutschland. Ein Traum, für den ich 1 1/2 Jahre gearbeitet habe (diese Seite ins Netz
bringen, Mailinglisten lesen, Musikwünsche zu Radiosendern losschicken, für unsere
Seite werben usw.)
Um 19.10 Uhr treffen wir uns mit Ute und Babsi (2 fanatischen Fans aus dem Kreis
Osnabrück, die ich über diese Seite kennen gelernt habe) auf dem Parkplatz vor der
Sporthalle in Hamburg. Wir sind ausgestattet wie es sich für Fans gehört: Babsi und Ute
tragen ein selbstbedrucktes T-Shirt, ich habe ein Plakat mit der Aufschrift "Hoy mi sueño
va a realizarse" (Heute erfüllt sich mein Traum).
Der Gang durch die Halle ist schon aufregend. Viele Leute sprechen uns an, fragen was auf dem Plakat steht und man freut sich einfach
auf das, was gleich kommen soll.
20.00 Uhr: Eigentlich soll es jetzt losgehen. EIGENTLICH!!! Um 20.20 Uhr spielt Mya für eine halbe Stunde ihre Songs, um uns
einzuheizen. Dann geht das Licht wieder an. Der große silberne Vorhang bleibt geschlossen.
Um 21.05 Uhr ist es dann endlich soweit. Es wird dunkel, der Vorhang fällt und da steht er. Ganz in Schwarz gekleidet mit dem Rücken zu uns. Weiter bekomme ich erst mal nicht viel mit. Mit Tränen in den Augen und Gänsehaut
überzogen starre ich ihn nur an und denke ER IST ES WIRKLICH. Wie eine Raubkatze bewegt er sich zu Liedern wie "Nunca de olvidaré", " Sad eyes", " I'm
your man" u.s.w. Oh, mein Gott, darf ein Mensch solch eine aufregende Ausstrahlung haben? Er verkörpert die pure Erotik.
Wer sich auch über die Mp3 Aufnahme, die im Internet erschien, lustig machte und behauptete, Enrique könne nicht singen, der müsste spätestens beim David Bowie Song
"Let's dance" und "Experencia Religiosa" (welches er zusammen mit seiner Backgroundsängerin Jenny sang) seine Meinung geändert haben.
Dann wollte er uns ein typisch spanisches Lied singen. Die ersten Töne erklangen und schon sang die ganze Halle "La bamba". In dem Moment stand Enrique wirklich überrascht da. Er sang dann ein paar seiner älteren Schmuselieder, wobei er in einer Art Korb über das
Publikum schwebte. Eigentlich wollte ich auch ganz genau aufpassen welche Lieder er alle singt, damit ich euch alles aufzählen kann, aber ich konnte ihn nur anschmachten. Ihr
könnt das sicher verstehen, man sieht ihn ja leider nicht jeden Tag. Für meine Verhältnisse war das Konzert viel zu kurz. Nach ca. 70 Min. war mit "Be with
you" leider Schluss.
Doch für uns kam jetzt erst der richtig tolle Teil. Obwohl wir noch eine Heimreise von 3 Std. vor uns hatten, wollten wir wenigstens
versuchen, dass Enrique einen Blick auf mein Plakat werfen kann. Denn dort hatte ich auch noch diese Seite vermerkt, von der er wissen sollte, dass es sie gibt. Wir durften dann auch dort warten wo die Presse und die Fans, die ein Treffen gewonnen hatten, standen. Keiner wusste was kommen würde, ob wir zu ihm können, oder ob er
einfach verschwinden würde.
Während wir warteten wurden wir noch von einem Fotografen fotografiert, von Radio Energy interviewt, bekamen Autogrammkarten und unterhielten uns mit vielen Leuten. Zwei Stunden mussten wir warten. Dann war es soweit, wir durften tatsächlich zu ihm. Er
begrüßte uns mit einem Küsschen, sah sich mein Plakat genau an, wobei ihm sein Foto
darauf sehr amüsierte. Ich dachte immer, sollte ich einmal die Chance haben mit ihm zu reden, ich könnte keinen Ton raus bringen. Aber es klappte ganz gut. Ich erzählte ihm,
dass ich vor 8 Monaten eine Webseite für ihn gemacht habe, worüber er sich sehr zu freuen schien. Er bedankte sich und signierte mir mein Plakat. Ute bekam ein Autogramm
auf ihr T-Shirt, und Babsi eins auf ihr Plattencover. Leider klebte es später nur noch an ihrem Daumen, da der Stift auf dem Papier nicht trocknete.
Eigentlich hatte ich meine "Enrique Biography" zum unterschreiben mitgenommen, doch
als er diese sah fragte er, ob er sie ansehen dürfte. Er habe wohl schon gehört, dass es sie gibt, aber sie noch nie gesehen. So las er mit mit einem Tony Sanchez (ich weiß nicht wer
er war, wohl jemand vom Management) seine eigene Story und fand es sehr lustig. Nachdem wir ihm erzählen sollten, wie wir das Konzert fanden, durften wir noch Fotos
machen. Es gab noch mal ein Küsschen für jede, dann war alles vorbei.
Sehr happy und doch auf sonderbare Weise ein bisschen traurig, weil man einfach
weiß - das war's, solch eine Chance hast du kein zweites Mal - fuhren wir alle nach Berlin.
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